Jahrestrends 2009
Petra Dörfert
Laut der chaldäischen Reihe ist das Jahr 2009 ein Mars-Jahr. Da Mars in der klassischen Astrologie als „Übeltäter“ gilt, wäre somit die Gefahr von kriegerischen Handlungen, Unfällen und anderen plötzlichen Ereignissen in diesem Jahr erhöht. Eigentlich wird der chaldäischen Reihe und der alten Interpretation des Mars in der psychologischen Astrologie keine besondere Bedeutung zugemessen – dennoch ist so einiges los in diesem Jahr….!
Das einschneidendste Himmelsereignis des vergangenen Jahres war der Übergang von Pluto in den Steinbock, der eine neue Phase markiert, die nach Pluto in Schütze (1995 - 2007) unsere Gesellschaft bis 2024 prägen wird. Die Auswirkungen des Wechsels waren bereits überdeutlich zu spüren: Börsencrash und Finanzkrise, staatliche Eingriffe in das Bankenwesen und eine weltweite Rezession zeigen an, dass es mit der Expansionseuphorie, die unter Pluto in Schütze geherrscht hatte, endgültig vorbei ist und wir an der Schaffung neuer, sicherer Strukturen nicht vorbeikommen. Genauso wird sich auch die Nachhaltigkeits-, Werte- und Ressourcendebatte unter Pluto in Steinbock weiter verstärken. Wichtig ist dabei allerdings, nicht in lebensfeindliche Überregulierungswut, übertriebenen Konservatismus und Engstirnigkeit, also mögliche Schattenanteile des Steinbocks, zu verfallen.
Die Saturn-Uranus-Opposition, die 2008 ihren Anfang nahm, wird bis 2010 Veränderungen einfordern und fördern. Besonders eindrucksvoll machte sie sich bereits bei ihrem ersten Exaktwerden am 4. Nov. 2008, also ausgerechnet dem Tag der amerikanischen Präsidentenwahl, bemerkbar: Den Wählern war es mit dem Ruf nach Veränderung offenbar ernst – hoffentlich ist Obama nun auch in der Lage, wenigstens einen Teil der Erwartungen einzulösen, die er geweckt hat. Den historischen Verdienst, als erster Schwarzer ins „weiße“ Haus eingezogen zu sein, kann ihm allerdings schon jetzt niemand mehr streitig machen. Wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht…!
Die Stationen der Saturn-Uranus-Opposition im Überblick:
04. Nov. 2008 Saturn-Uranus-Opposition auf 19° Jungfrau - Fische
05. Feb. 2009 Saturn-Uranus-Opposition auf 21° Jungfrau - Fische
15. Sep. 2009 Saturn-Uranus-Opposition auf 25° Jungfrau - Fische
26. April 2010 Saturn-Uranus-Opposition auf 29° Jungfrau - Fische
26. Juli 2010 Saturn-Uranus-Opposition auf 0° Widder - Waage
Weitere wichtige Konstellationen 2009:
Das Stellium von Jupiter, Neptun und Chiron zwischen 23. und 27. Mai sowie 10. und 22. Juli im Sternzeichen Wassermann ist im Vorfeld nur schwer zu deuten. Jupiter-Neptun steht für große Hoffnungen, aber auch überdimensionierte Illusionsblasen, wozu sich nun auch noch Chiron, der Wundenaufreißer und –heiler, gesellt! Potentiell ist also alles möglich: Ein neuer Einstein könnte die Weltformel finden, mit deren Hilfe endlich die drängenden Menschheitsprobleme gelöst werden (wobei dieser Einstein vielleicht aber auch erst unter dieser Konstellation geboren wird?). Genauso könnten wir aber auch schmerzhaft mit den Resultaten trügerischer Hoffnungen und unrealistischer Erwartungen konfrontiert werden. Das letzte Mal kam es zu dieser Konstellation übrigens im Sept. 1945, als die verwundete Welt nach 6 Jahren Krieg endlich aufatmen durfte. Ich bin gespannt, was Jupiter, Neptun und Chiron uns bei ihrer erneuten Begegnung zu sagen haben….!
Umrahmt wird dieses hochfliegende Stellium von Saturn-Quincunxen, die als mahnendes Realitätsprinzip dämpfend einwirken. Besonders deutlich wird dies zu spüren sein am:
22. März Saturn-Quincunx zu Jupiter
19. Aug. Saturn-Quincunx zu Jupiter
12. Sept. Saturn-Quincunx zu Neptun.
Am 29. Okt. wechselt Saturn dann in das Sternzeichen Waage, wo er fast 3 Jahre lang (bis Ende 2012) die Gerechtigkeitsfrage stellen wird. An sich ist die Waage ja ein harmoniebedürftiges, diplomatisch gestimmtes und eher konfliktmeidendes Zeichen –unter saturnischem Druck könnten allfällige Ausgleichsprozesse jedoch durchaus auch mit dem Schwert in der Hand eingefordert werden. Für einen entsprechenden Auftakt sorgt das Saturn-Pluto-Quadrat am 15. Nov., bei dem es zu ersten harten Zusammenstößen zwischen verhärteten Fronten kommen könnte, wobei sich diese Konstellation 2010 zwei weitere Male wiederholt.
Insgesamt stellt der Sternenhimmel der nächsten Jahre eine ernsthafte Mahnung dar, die Dinge nicht so weiterlaufen zu lassen wie bisher. Ich denke nicht gerne in den szeneüblichen Weltuntergangsszenarien, trotzdem gilt: It’s time for a change. Hope we can do…
Abschließend noch eine Übersicht über die Rückläufigkeitsphasen des Merkur, in denen man mit Zukunftsplänen, Käufen/Verkäufen sowie Vertragsabschlüssen vorsichtig sein sollte, da sich die Dinge noch unerwartet verändern können und/oder die Faktenlage noch nicht ausreichend geklärt ist:
11. Jan. - 1. Feb.
7. Mai – 31. Mai
7. Sept. – 29. Sept.
26. Dez. – 16. Jan. 2010
© Petra Dörfert 2009
Jahrestrends 2008
Petra Dörfert
Laut der chaldäischen Reihe ist das Jahr 2008 ein Jupiter-Jahr, wobei diesem Umstand in der psychologischen Astrologie nicht viel Bedeutung zugemessen wird. Die Flutkatastrophe in Birma, das Riesenbeben in China und die wieder einmal vergeblichen Aufstände in Tibet lassen in der Tat nicht viel Jupiterhaftes erkennen - außer, dass es von allem (auch vom Negativen) gleich die doppelte Portion zu geben scheint.....
Das einschneidendste Himmelsereignis dieses Jahres ist der Übergang von Pluto in den Steinbock, der eine neue Phase markiert, die nach Pluto in Schütze (1995 - 2007) unsere Gesellschaft bis 2024 prägen wird. Allerdings kehrt Pluto zwischen Juni und September noch einmal für einige Monate in den Schützen zurück, so dass der Übergang zwar schon zu spüren, aber noch nicht in allen Konsequenzen verwirklicht ist. Ergänzend dazu befindet sich seit Herbst 2007 (bis Herbst 2009) Saturn in der Jungfrau, was - zusammen mit Jupiter und Pluto im Steinbock - die Fixierung auf erdhafte, realistische und bodenständige Themen verstärkt (z.B. Staatshaushalt und Finanzmärkte, Rohstoffknappheit, Ernährungsproblem).
Stationen des Pluto-Übergangs:
26. Jan. 08 Pluto wechselt in den Steinbock
14. Juni 08 Pluto kehrt noch einmal in den Schützen zurück
27. Nov. 08 Pluto endgültig in Steinbock (bis 2024)
Die wichtigste Planetenkonstellation des Jahres ist die Saturn-Uranus-Opposition, die 2008 zusätzlich Veränderungen begünstigt, wobei sich diese Tendenz im Frühjahr langsam ankündigt, zum Herbst hin drängender wird und insgesamt bis 2010 anhält. Auf der globalen Ebene ist dies mit einer Vielzahl von Irritationen und Verunsicherungen verbunden, d.h. vermutlich werden noch mehr Dinge „ins Wanken“ geraten, als momentan absehbar ist. Zum Vergleich: Die Saturn-Uranus-Energie (damals in Form einer Konjunktion) machte sich das letzte Mal vergleichbar dominant im Jahre 1988 als „Glasnost“ bemerkbar – was nicht nur die Umstrukturierung des Ostblocks, sondern auch den Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung einleitete.
Im individuellen Horoskop werden Sie den Drang nach Veränderung vor allem dann spüren, wenn Sie Planeten oder Achsen im Bereich 19° - 29° Zwillinge, Jungfrau, Schütze oder Fische haben sollten. Bemerken Sie schon längere Zeit, dass Umstellungen in Ihrem Leben erforderlich sind, dann können Sie diese in der ersten Jahreshälfte mit einer gewissen Leichtigkeit umsetzen (Jupiter-Saturn-Trigon, Jupiter-Uranus-Sextil, Saturn-Pluto-Trigon). Sträuben Sie sich jedoch innerlich dagegen, könnte es passieren, dass Sie im Herbst unversehens in das Neue hineingestoßen werden (Saturn-Uranus-Opposition). Wer einen solchen Kick braucht, für den kann sich das sogar befreiend anfühlen - wer lieber selbst die Fäden in der Hand behält, wird besser schon vorher aktiv. Die Veränderungstendenz im Herbst hat zudem eine gewisse Wucht, d.h. gerade wenn man sich dem Neuen (Uranus) verweigert, könnte Altes (Saturn) regelrecht „zu Bruch" gehen. Umgekehrt muss man aber auch aufpassen, Reformen (Uranus) nicht mit der Brechstange durchsetzen zu wollen, da berechtigte Zweifel, sorgfältiges Abwägen und solide Erfahrungswerte (Saturn) trotz allem Ihre Berechtigung haben.
Veränderungen werden auf "leichte Art" begünstigt in der Zeit von:
21. Jan. Jupiter-Saturn-Trigon
29. März Jupiter-Uranus-Sextil
03. Mai Saturn-Pluto-Trigon (letzte Annäherung)
21. Mai Jupiter-Uranus-Sextil
08. Sept. Jupiter-Saturn-Trigon
Die Veränderungstendenz verstärkt sich zwischen dem 4. und 21. November:
04. Nov. Saturn-Uranus-Opposition auf 19°
13. Nov. Jupiter-Uranus-Sextil
21. Nov. Jupiter-Saturn-Trigon
Und setzt sich 2009/10 ähnlich intensiv fort:
05. Feb. 2009 Saturn-Uranus-Opposition auf 21°
15. Sep. 2009 Saturn-Uranus-Opposition auf 25°
26. April 2010 Saturn-Uranus-Opposition auf 29°
26. Juli 2010 Saturn-Uranus-Opposition auf 0°
Abschließend noch eine Übersicht über die Rückläufigkeitsphasen des Merkur, in denen man mit Zukunftsplänen, Käufen/Verkäufen sowie Vertragsabschlüssen vorsichtig sein sollte, da die Faktenlage oft (noch) nicht voll überblickbar ist:
29. Jan. - 20. Feb.
27. Mai - 20. Juni
25. Sept. - 16.Okt.
© Petra Dörfert 2008
2007 – Das Jahr der Umbrüche
Petra Dörfert
Mit 2006 haben wir ein unruhiges Jahr hinter uns, in dem vieles angerissen, aber nur wenig durchgesetzt oder vollendet wurde: Die Große Koalition mit ihren fruchtlosen Streitereien oder der hässliche Krieg im Nahen Osten, der angeblich „Probleme lösen“ sollte, sind nur zwei Beispiele für diese Tendenz. Hinzu kam der auf Enthüllungen bedachte Jupiter in Skorpion, der viele unangenehme Wahrheiten auf den Tisch brachte - vom maroden Gesundheitssystem in Deutschland bis hin zu Al Gores Film über die Klimakatastrophe. Die Krisenstimmung betraf aber nicht nur die große Politik, sondern war auch auf der privaten Ebene zu beobachten: Viele meiner Freunde und Klienten spürten den Drang, etwas in ihrem Leben zu verändern, aber keiner schien recht zu wissen, wohin die Reise geht.
Der Blick in die Sterne lässt dem neuen Jahr mit Hoffnung entgegensehen: 2007 wird sich endlich auf konstruktive Weise etwas bewegen. Allerdings sind zunächst noch einige Altlasten zu bewältigen, denn nur so wird der Weg für das Neue frei. Die erste Jahreshälfte unterliegt der Saturn-Neptun-Opposition, die eine ähnliche Energie erzeugt wie die Planetenkonstellation von 1989 anlässlich des Falls der Berliner Mauer. Ihre Auswirkungen haben wir bereits August/September 2006 gespürt, was bei vielen Menschen starke Umbruchsgefühle ausgelöst haben dürfte: Dinge, die nicht mehr stimmen, gerieten ins Wanken – und könnten bis Mitte 2007 endgültig weggeschwemmt werden (Höhepunkt: Ende Februar und Ende Juni 2007). Statt krampfhaft festzuhalten, sollte man nun lieber das Gefühl der Befreiung genießen, das stets mit dem Abschied von Überkommenem einhergeht. Optimistisch stimmt zudem, dass der Schütze-Jupiter die ganze Zeit über hilfreiche Konstellationen zu Saturn und Neptun bildet - ein Schutzengel steht uns damit also die ganze Übergangszeit hindurch zur Seite. In die zweite Jahreshälfte leitet dann ein Saturn-Pluto-Trigon über (Höhepunkt: Anfang August), das uns helfen wird, an der Stelle des Vergangenen rasch neue tragfähige Strukturen aufzubauen. Dazu passt auch hervorragend, dass Saturn im Herbst in die Jungfrau wechselt, wo er uns dabei unterstützt, den Neuerungen durch disziplinierte und fleißige Arbeit ein solides Fundament zu verleihen. Wer also die Notwendigkeit von Veränderungen spürt, sollte in der ersten Jahreshälfte mutig alten Ballast abwerfen und in der zweiten Jahreshälfte konsequent nach vorne blicken.
(c) Petra Dörfert 2006